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Ganzheitliches Prozessmanagement


„Der Betrieb ist in Wirklichkeit ein fortwährender Prozess, eine ununterbrochene Leistungskette. ..anzustreben ist in jedem Fall eine klare Prozessgliederung“ (F. Nordsieck, 1932)

Herr Nordsieck begründet in den dreißiger Jahren mit dem o.g. Zitat nicht unbedingt eine prozessorientierte Vorgehensweise, aber er bildete mit seiner Aussage eine Prozessmanagementgrundlage, weil er die Geschäftsprozesse als Basis für die Strukturierung einer Unternehmensorganisation erkannt hat.

Die Bedeutung des Prozessmanagements hat inzwischen deutlich zugenommen. Früher stand oft "nur" die Dokumentation von Prozessen im Fokus. Aktuell sind die aktive Steuerung und Optimierung von Geschäftsprozessen in den Vordergrund gerückt.

 

In der Vergangenheit galt fast ausschließlich die traditionellen Denkweise: Strategie bedingt Struktur, bedingt Prozesse. Heute gilt zunehmend ein neues Handlungsprimat: Strategie bedingt Prozesse, bedingt Struktur.

Prozesse sind keine „Restmenge“, die im Unternehmen an Funktionen zu verteilen sind. Zu einer effizienten und effektiverer Steuerung des Unternehmens müssen Prozesse als primäre Objekte vor den organisatorischen Strukturen gesehen werden. Die IT unterstützt Prozesse und Strukturen und sollte in einem professionellen Prozessmanagement Umfeld ein gleichberechtigter Partner zu den Business Verantwortlichen sein.




BPM Leitbild

Die Einführung / Nutzung eines strategischen und operativen Prozessmanagements führt unmittelbar zu mehr Effizienz, Effektivität und Transparenz in den Prozessen.

 

Die Fokussierung auf Kunden und Prozesse (Prozessorientierung) verbessert die Prozesssteuerungsmöglichkeiten und führt zu einer deutlich erhöhten Wertschöpfung.




Wir arbeiten unter anderem mit einer Methode, bei der eine permanente Integration der Geschäftsprozesse mit den Leistungs-/ Qualitätsanforderung gewährleistet wird. Die Einbeziehung und Beobachtung von internen und externen Kundenbedürfnissen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Firmenstrategie und der Kosten ist dabei stark ausgeprägt. Die Messbarkeit der Qualität bei Prozessen und Projekten ist wesentlicher Bestandteil unserer Vorgehensweise und stellt den größten sichtbaren Nutzen für unsere Kunden dar.

 

Methoden / Frameworks, die wir einsetzen können: ITIL, CObIT, SOA, Prince2, Six Sigma, KVP, SCM Analyse, Reifegradmodell für Prozessmanagement "EDEN"


Beispiel zu einer Vorgehensweise für eine BPM Einführung - 1. Schritte

Für die Erarbeitung eines Konzeptes zur Implementierung einer unternehmensweiten BPM - Umsetzung schlagen wir in der Regel folgende Schritte vor:

Ermittlung der Ausgangssituation:

  • Ermittlung des „Status Quo“
  • Feststellung und Bewertung der bereits laufenden Qualitätsinitiativen z.B.: EFQM, IKS, KVP
  • Durchführung der Reifegradermittlung des Prozessmanagements im Unternehmen nach dem Modell EDEN
  • Entwicklung einer Vision für die Rolle der Qualität und des Prozessmanagements
Konzeptentwicklung:
  • Überprüfung der Prozesslandkarte
  • Ableitung der Prozessziele und Kennzahlen aus der Vision
  • Vereinbarung von Gremien, Rollen, Methoden und Maßnahmen für die Umsetzung der Implementierung einer Qualitäts- & Prozessmanagementkultur
  • Entwicklung eines Kommunikationsplans
  • Verabschiedung des Vorgehenskonzeptes mit der Steuergruppe
Durch Change Management Maßnahmen wird der Prozess der Konzeptentwicklung im Projektteam gekoppelt mit regelmäßigen Reviews und Einbeziehung der Linie. Dies ermöglicht einen frühzeitigen Dialog im Unternehmen, welcher die Mitarbeiter und Führungskräfte zum Thema Qualität sensibilisiert und die spätere Akzeptanz bei der Umsetzung erhöht.

Vorbereitung für die Umsetzung:
  • Setzung von Prioritäten und Erarbeitung einer Roadmap für die Umsetzung
  • Auswahl von Pilotprozessen, auf die das Umsetzungsprojekt zum Start fokussiert
  • Planung für das Umsetzungsprojekt


Wie sieht ein professionelles Prozessmanagement aus?

Das Prozessmanagement (engl.: Business Process Management) ist nicht auf eine Methode oder eine Technologie beschränkt. Vielmehr gibt es eine breite Auswahl an BPM Methoden bzw. Frameworks (Beispiele: Six Sigma, Lean Management, KVP, ITIL), die eine Umsetzung bzw. Einführung erfolgreich begleiten bzw. gestalten können.

 

Wie definiert sich ein Prozess in einem professionellen Umfeld?

Ein Prozess ist ein durch ein Ereignis ausgelöster Ablauf (Input) logisch verbundener Aktivitäten, die in einem Endpunkt münden, die eine messbare Leistung mit Nutzen für externe oder interne Kunden (Output) generieren und den die Beteiligten, mit dem Ziel der Wertschöpfung, nach definierten und transparenten Regeln durchführen. Kombinationen aus Strategie, Methoden, Management- und Mitarbeiterbefähigung, passende Technologien und Tools machen ein professionelles ganzheitliches Prozessmanagement möglich.

 

Ein erfolgreiches Prozessmanagement beinhaltet:

  • Prozessdokumentation
  • Prozessdesign
  • Prozessplanungen
  • Messen und Überwachen
  • Analysen
  • Kontinuierliche Feststellung der Prozessreife
  • Prozessoptimierungen
  • Kundenorientierte operative Umsetzung
  • Einbindung in Strategie und Organisation
  • Prozesssteuerung
  • Visualisierung und Transparenz
  • Positiver Umgang mit Informationsflüssen
  • Interaktionen
  • Aus- und Fortbildung
  • BPM als Bestandteil von Führung
  • Wertschöpfungsketten
  • Sicherstellung von Effizienz und Effektivität
  • Kostenoptimierung
  • Umgang mit "weichen Faktoren" im Unternehmen mit Hilfe eines zielorientierten Change Managements

Ebenso sind IT Faktoren und eine Einbeziehung von Kunden- und Fachabteilungsbedürfnissen wichtige Bestandteile des Prozessmanagements.


Prozessmanagement-Kreislauf.pdf
Darstellung eines Prozessmanagementkreislaufs